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The Strange Awakening

England 1958
Thriller
Regie: Montgomery Tully
Produzent: Alec C. Snowden
Hauptdarsteller: Lex Barker, Carole Mathews, Lisa Gastoni

Inhalt

Peter Chance (Lex Barker) bringt seine junge Ehefrau zum Flughafen, da diese aufgrund von Prüfungen ins Ausland muss. Auf der Heimfahrt nimmt er einen Autostopper mit. Dieser überfällt ihn allerdings und schlägt ihn nieder. Als Peter wieder aufwacht, hat er sein Gedächtnis verloren. Der behandelnde Arzt bringt ihn in eine elegante Villa an der Cote d'Azur, wo ihm nach und nach seine angebliche Familie vorgestellt wird: Mutter, Schwester, Ehefrau. Es handelt sich um einen ausgeklügelten Plan der Familie Fiend, die sich Peters Amnesie und seine Ähnlichkeit mit dem Familienerben zu Nutze machen wollen. Den echten Erben, der alles einer Sekte vermachen wollte, haben sie umgebracht, durch Peter wollen sie nun doch an das Geld gelangen. Nach und nach entwirrt Peter die Intrigen und in einem fulminanten Finale, in dem auch der mysteriöse Autostopper wieder vorkommt, entpuppt sich seine angebliche Schwester als das Gehirn der Bande, das bei dem Versuch Peter zu töten, selbst umkommt.

Fankommentar

Dieser s/w Thriller präsentiert uns eine interessante Geschichte, aus der man mehr hätte machen können. Durch eine einfallslose, spannungsarme Regie und ziemlich durchschnittlichen schauspielerischen Leistungen des Ensembles wird das Potential der Story geradezu verschenkt. Außerdem wurde der Streifen fast zur Gänze im Studio aufgenommen, was sehr schade ist, da gerade die Außenaufnahmen zu Beginn und am Schluss die würzigsten Szenen des Filmes sind.
Einen wirklich guten Eindruck hinterlässt dagegen Lex Barker. Wie immer, wenn er schauspielerisch wirklich gefordert war, bewältigt er auch diese Rolle souverän.
Der hölzerne Barker in einem Psychothriller als Marionette in einem komplizierten Intrigenspiel?
Der Actionheld fast den ganzen Film über gefesselt an einen Rollstuhl, mindestens 15 Minuten sogar aus dem Bett heraus agierend?
Unmögliche Vorstellungen für Filmfans, die ihn in dieser, einer seiner außergewöhnlichsten und stärksten, Rolle nicht gesehen haben.
Trotzdem geizt Lex nicht mit seinen sonstigen Vorzügen: Es bereitet großes Vergnügen den ganzen Film über seine tiefe Stimme mit der bestens verständlichen Aussprache zu hören, seinen gestählten Oberkörper den Rollstuhl vorwärts bewegen zu sehen oder den gelungenen Schlusskampf in einer mit Benzin übergossenen Hütte, die jederzeit abzubrennen droht, mit zu verfolgen.
Lex mimisch und physisch in Hochform in einem nicht zu unterschätzenden, zeitgenössischen Thriller.
[G.H.]