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Der Henker von Venedig

Italien 1963
Kostümabenteuer
Originaltitel: Il boia di Venezia
Regie: Luigi Captano
Produzent: Ottavio Poggi
Musik: Carlo Rustichelli
Hauptdarsteller: Lex Barker, Guy Madison, Alessandra Panaro

Inhalt

Sandrigo Bembo (Lex Barker), der Pflegesohn des Dogen von Venedig, erfährt am Tage seiner Hochzeit seine wahre Herkunft: Der Doge offenbart ihm, dass er ihn von einem besiegten Piratenschiff genommen hätte, als Sandrigo ein kleiner Junge war. Als Sandrigo mit seiner Verlobten Leonora (Allessandra Panaro) vor dem Traualter steht, wird er plötzlich von den Leuten des Großinquisitors Rodrigo Zeno (Guy Madison) festgenommen und erfährt, dass er wegen angeblichen Landesverrates angeklagt ist. Selbst die Macht des Dogen kann ihn nicht erreichen, als er in den Kerker gesperrt wird. Hinter der ganzen Aktion steckt der Großinquisitor, der Leonora ebenfalls liebt und Sandrigo aus dem Weg schaffen will. Diesem gelingt es mit lebensgefährlichen Verwundungen aus dem Kerker zu entfliehen, doch damit sind die Gefahren noch längst nicht zu Ende...

Fankommentar

Es handelt sich hier um jenen Kostümfilm Lex Barkers, der erfreulicherweise alle Superlativen für sich beanspruchen darf:
Die interessanteste und logisch durchdachteste Story;
das beste Flair (die schönen Aufnahmen von Venedig, die prächtigen Kostüme und die atmosphärisch dichten Szenen am Marktplatz, wo Sandrigo mit seinen Freunden mittelalterlichen Vergnügungen wie "Baumstämme spalten" nachgeht); der beste "Bösewicht" (Guy Madison, endlich einmal ein international bekannter Schauspieler, der ein optimaler Gegenpart zu Lex ist); die besten darstellerischen Leistungen bis in die Nebenrollen (beispielsweise der blinde, weise Alte); dazu kommt Lex in toller Form, der seine Rolle im Schlaf spielen könnte: Schließlich ist dies der Abschluss seiner langen Serie von Kostümstreifen.
Der ganze Film wirkt auch deswegen so sympathisch, weil er nicht so brutal ist, wie sonst ähnlich geartete anscheinend meist sein müssen. Es wird zwar mehrere Male von Hinrichtung und Folter gesprochen, man sieht und hört aber nichts.
Ein spannender, bunter Abenteuerfilm für die ganze Familie. [G.H.]