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Old Shatterhand

Deutschland 1963
Abenteuer
Regie: Hugo Fregonese
Produzent: Artur Brauner
Musik: Riz Ortolani
Hauptdarsteller: Lex Barker, Pierre Brice, Daliah Lavi, Guy Madison

Inhalt

Der gemeine Captain Bradley (Guy Madison) will um jeden Preis verhindern, dass der Friedensvertrag zwischen den Apatschen und den Weißen zustande kommt, weil er sich auf diese Weise das fruchtbare Apachenland verspricht. Deshalb sät er Misstrauen, indem er Verbrechen begeht und stets tote Apachen am Tatort liegenlässt, um den Anschein zu erwecken, Indianer wären am Werk gewesen.
Mit Hilfe der Halbindianerin Paloma (Daliah Lavi) und des zehnjährigen Tom, der Zeuge eines Verbrechens von Bradley ist, versucht Old Shatterhand (Lex Barker), den Hintermännern auf die Spur zu kommen. Doch der kleine Junge wird von einem Kumpan Bradleys hinterrücks erschossen, damit er nicht aussagen kann. Da herauskommt, dass die Schurken mit den Comanchen verbündet sind, tötet Winnetou (Pierre Brice) deren Häuptling im Duell. Old Shatterhand fällt Bradley beim Versuch, Winnetous Adoptivsohn Tujunga zu befreien, in die Hände und muss am Ende tatenlos zusehen, wie Bradley die Apachen beschießen lässt, die nun das Fort angreifen. Das Blatt wendet sich erst, als Tujunga sein Leben opfert, um das Pulvermagazin in die Luft zu sprengen. Winnetou nimmt an der Spitze seiner Apachen das Fort ein, das sie dann General Taylor, einem friedliebenden General übergeben.

Fankommentar

Der Film ist in vielerlei Hinsicht unterschiedlich zu anderen May-Filmen mit dem "Traumpaar" Winnetou/Shatterhand. Anderer Produzent, andere Musik, anderer Regisseur und anderer Autor: Das alles wirkt sich natürlich sehr stark auf die Atmosphäre des Films aus. Auch Winnetou und Shatterhand selbst verstehen sich hier offensichtlich nicht so gut wie sonst: Sie haben kaum gemeinsame Szenen und wenn – dann streiten sie auch noch. ("Dann teilt mein Bruder meine Meinung nicht?" – "Nein, sie ist falsch!") Der Film funktioniert dafür auf der Ebene eines Euro-Western recht gut. Aufwendige, tolle (Kampf-) Szenen, gute Darsteller, ein sehr a(ttra)ktiver Lex Barker, schöne Frauen... Für mich ist "Old Shatterhand" sicher der untypischste Karl-May-Western, aber bei weitem nicht der schlechteste. [G.H.]