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Winnetou 2

Deutschland 1964
Abenteuer
Regie: Dr. Harald Reinl
Produzent: Horst Wendlandt
Musik: Martin Böttcher
Hauptdarsteller: Lex Barker, Pierre Brice, Anthony Steel, Karin Dor

Inhalt

Der skrupellose Bandit und Ölspekulant Forrester metzelt mit seinen Leuten ein Dorf des Stammes der Poncaindianer nieder. Das tut er, um Zwietracht zwischen Weiß und Rot zu säen. Denn Winnetou hat eine Friedenskonferenz mit zahlreichen Häuptlingen auf Fort Niobrara organisiert, um dauerhaft einen Frieden herzustellen. Diesem Frieden opfert Winnetou sogar seine Geliebte Ribanna vom Stamm der Assiniboins, weil ihre Heirat mit dem Kavallerieleutnant Bob Merill zu Bedingung gemacht worden ist.
Das Ergebnis der Zusammenkunft ist erfolgreich ausgefallen, doch Forrester gibt keine Ruhe: Egal, wen er dafür umbringen muss, ob Weiß oder Rot, er will um jeden Preis verhindern, dass die Soldaten von Fort Niobrara nun Zeit finden, sich um seine Ergreifung zu bemühen.
Zum Höhepunkt nimmt Forrester Ribanna, Merill und die Frauen und Kinder der Assiniboins als Geißeln, um seinen freien Rückzug zu sichern. Doch Old Shatterhand, Winnetou, den Kriegern der Assiniboins sowie den Kavalleriesoldaten gelingt es, die Gefangenen zu retten und die Schurken zu bestrafen. Forrester stirbt durch die Pfeile der Indianer.

Fankommentar

Winnetou 2 ist allgemein als eine der besten May-Verfilmungen angesehen und auch mein persönlicher Favorit. Lex Barker und Piere Brice als die berühmten Blutsbrüder sind so edel wie immer. Unterstützt werden sie hier durch den jungen Terence Hill, der hier eine frühe, wichtige Rolle spielt und weiteren großartigen Akteuren, die die wohl erlesenste Besetzung ergeben, die je in einem May-Film versammelt war: Klaus Kinski, Anthony Steel, Karin Dor und die prächtigen jugoslawischen Schauspieler Mirko Boman und Gojko Mitic. Die Handlung rund um Winnetou und seiner Liebe Ribanna ist emotional und packend. Der erprobte Regisseur Reinl, der mit Ribanna-Darstellerin Dor verheiratet war, schafft es wieder mit Hilfe großartiger Landschaftsaufnahmen und der Musik von Martin Boettcher dieses typisch romantische May-Feeling zu erzeugen, das in diesem kleinen Meisterwerk besonders stark ausfällt. In der Berühmtheit hinkt dieser Film zu Unrecht "Winnetou I" und dem "Schatz im Silbersee" hinterher. [G.H.]