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Boeing-Boeing

USA 1965
Komödie
Originaltitel: Boeing-Boeing
Regie: John Rich
Produzent: Hal B. Wallis
Musik: Neal Hefti
Hauptdarsteller: Tony Curtis, Jerry Lewis, Dany Saval

Inhalt

In Bernard Lawrence' Leben läuft alles nach seinem Plan. Als Journalist erfolgreich hat er ein schönes Appartement in Paris, eine treue Haushälterin und – drei Verlobte. Jede seiner Herzensdamen arbeitet als Stewardess bei einer anderen Fluglinie. Ihr Dienstplan ist genau so abgestimmt, dass sie sich gegenseitig nie über den Weg laufen, obwohl jede für sich bei Bernard wohnt und in ihm den treuen Bräutigam sieht.
Richtig turbulent wird Bernards (Liebes-)Leben erst durch zwei plötzlich eintretende Ereignisse. Die Einführung einer neuen Boeing-Maschine in alle relevanten Fluglinien, die schneller fliegt und somit sämtliche Dienstpläne durcheinander rüttelt und das Eintreffen von Bernards altem Freund und Kollegen Robert Reed, der sich in die Wohnung einnistet. Zusammen mit Haushälterin Berta hilft er zwar schlagfertig mit, dass sich die drei Damen weiterhin nicht begegnen, im Geheimen hat er jedoch seine eigenen Pläne...
Zu guter Letzt fliegt die ganze Sache auf und Bernard und Robert müssen Reißaus nehmen. Sie flüchten in ein Taxi und in einem Flirt mit der Lenkerin erfahren sie, dass diese mit zwei Kolleginnen eine Wohnung teilt, die jeweils andere Schichten fahren als sie selbst...

Fankommentar

"Boeing-Boeing" ist für mich persönlich der absolute Kult-Lachschlager. Kein anderer Film verbindet einen so sprudelnden, überschäumenden Wortwitz mit einer (bühnenerprobten) flotten Handlung und dieser genialen Zeichnung und Verkörperung der Charaktere. Tony Curtis auf dem Höhepunkt seiner komischen Phase – atemberaubend hektisch, umwerfend ausdrucksstark, das Kernstück des Films.
Jerry Lewis – anders als gewohnt, nicht der trottelige Kinoclown, sondern (fast) ein seriöser Schauspieler, aber immer noch sehr komisch.
Thelma Ritter – brillant wie immer, veredelt die Randfigur der Berta und macht sie zur dritten im Bunde der glanzvollen Hauptdarsteller.
Auch die Darstellerinnen der drei Stewardessen sind optimal besetzt. Die vernünftige, modellhafte Engländerin (Suzanne Leigh, die wenigstens ein paar andere Hauptrollen in Hollywood spielte), die temperamentvolle, kleine Französin (Dany Saval) und die naive, dralle Deutsche (Christiane Schmidtmer).
Dazu kommt eine liebenswerte Musik und eine tolle Inszenierung vom sonst kaum bekannten John Rich (man denke nur an die vielen Türen in Bernards Wohnung, die aber alle gelb oder rot sind).
Ein ganzheitlicher genußreicher Film also, der so nur in den 60-er Jahren und nur mit dieser Besetzung gedreht werden konnte.
[G.H.]