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Die nackten Tatsachen

USA 1967
Komödie
Originaltitel: Don't Make Waves
Regie: Alexander Mackendrick
Produzent: John Calley, Martin Ransohoff
Musik: Chris Hillman, Jim McGuinn, Vic Mizzy
Hauptdarsteller: Tony Curtis, Claudia Cardinale, Sharon Tate, Robert Webber

Inhalt

Im sonnigen Kalifornien verliert Carlo Cofield (Tony Curtis) mit einem Schlag sämtliche Existenzgrundlagen: Die italienisch-temperamentvolle Malerin Laura Califatti (Claudia Cardinale) rammt seinen Wagen, der dann mit höchstwichtigen Papieren die Küstenstraße herunterpurzelt. Laura nimmt den Professor bei sich auf. Schnell entdeckt er, dass sie ein Verhältnis mit Rod Prescott (Robert Webber) hat, der Geschäftsführer einer Swimming-Pool-Firma ist. Carlo, der praktisch dazu gezwungen ist, ein neues Leben anzufangen, erpresst Robert, ihn in der Firma aufzunehmen – andernfalls würde er Roberts Frau von Laura erzählen. Die Dinge verstricken sich weiter, als Carlo Malibu kennenlernt und sich in die bildhübsche Fallschirmspringern verliebt. Jetzt besteht nur noch das Problem, dass Malibu schon liiert ist: Mit Harry, Muskelmann und "Mister Westküste"-Anwärter...

Fankommentar

Dieser Film fängt witzig und sehr flott an. Schon glaubt man, es handle sich um eine der tollen Komödien, die Tony in dieser Zeit zu Hauf drehte. Die erste Begegnung und gemeinbsame Nacht zwischen Tony und C.C., die Einführung der Charaktere Rod Prescott und Malibu, der erpressungsbedingte schnelle Aufstieg Carlos in der Firma...alles verläuft nach gelungenem Plan. Doch spätestens ab der Mitte des Streifens gehen nicht nur die Ideen, sondern vor allem der Sinn verloren. Was wollten Drehbuchautor und Regisseur mit dieser Weiterführung der Handlung aussagen? Worum geht es eigentlich? Der Film verliert völlig sein Konzept und plätschert in der letzten halben Stunde todlangweilig einem völlig absurden Happy-End entgegen: Nachdem Tonys Villa, die ihm jemand einfach so geschenkt hat, einem Erdrutsch zum Opfer fällt, versöhnt er sich mit der Cardinale und hüpft mit ihr wortlos zu süßlicher Musik den Strand entlang!?
Was bleibt: Einige witzige Dialoge und Szenen, die vor allem auf Tonys umwerfende Mimik und Gestik zurückgehen, zwei prächtige Frauen (vor allem Sharon Tate bezaubert) und ein solides Ensemble, dass immerhin gute Miene zum Bösen Spiel macht. [G.H.]